Virale Mode mit RobeCode

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Viele Frauen kennen das: sie sehen eine andere Frau mit einem Sweater, einer Jacke oder anderer modischer Kleidung und denken: „Toll, das möchte ich auch.“ Handelt es sich um Designermode von RobeCode, ist das mit dem aufgedrucktem QR-Code denkbar einfach: „Wir denken Mode viral“, erzählt Ute Binder, die zusammen mit ihrem Bruder Uli Binder das Unternehmen im Jahr 2013 gegründet hat.

Die Trägerinnen sollen mit anderen Frauen kommunizieren, erzählen, woher sie das Kleidungsstück haben und wie das mit dem QR-Code funktioniert. Die Frauen kommen so miteinander ins Gespräch und verknüpfen sich mittels QR-Code mit den sozialen Netzwerken. Kommt es durch den Kontakt zum Kauf, profitieren beide davon durch einen Nachlass auf den Kaufpreis bzw. einen nachträglichen Rabatt. Für einen Kauf gibt es neben der Optik zudem noch ein weiteres gutes Argument: Die Kleidung besteht aus recycelten PET-Flaschen und Hightech-Fasern aus nachwachsenden Rohstoffen. „Fühlt sich an wie Baumwolle“, meint Ute Binder, „ist aber in der Herstellung wesentlich umweltschonender, wenn man bedenkt, dass für ein einziges T-Shirt aus Baumwolle 2.000 Liter Wasser verbraucht werden.“

Symbiose aus Modedesign und Biotechnologie

Nach dem Abitur absolvierte die heute 31-jährige Ute Binder eine Schneiderlehre und studierte anschließend Mode- und Textildesign an der Hochschule in Reutlingen. Dabei lernte sie unter anderem bei einem isländischen und einem niederländischen Designer, wie man Ideen in Kreationen umsetzt und vermarktet. „Irgendwann war mir klar: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für meine Unternehmensgründung.“ Und: „Wenn man etwas will, muss man es zügig machen, sonst wird es nichts mehr.“ Zwischen Gründungsidee und Realisierung im Jahr 2013 stand jedoch die Erstellung des Businessplans, der am Ende stolze 70 Seiten dick war. Damit überzeugten sie und ihr Bruder Hausbank und L-Bank, die das Vorhaben mit einem Darlehen aus dem Programm „Startfinanzierung 80“ unterstützte. Mit diesem Programm fördert die L-Bank Existenzgründungen innerhalb von 5 Jahren nach der Gründung mit einem zinsverbilligten Darlehen und einer 80%igen Bürgschaft.

Das Unternehmen konnte 2015 seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppeln und will nun stärker in den Handel gehen. „Bei Kleidung wollen viele Kunden nicht nur im Onlineshop kaufen, sondern die Ware auch anfassen“, begründet Uli Binder diesen Schritt. Als Molekular-Biotechnologe hat er die Entwicklung und Produktion der hochwertigen Stoffe organisiert. Auch durch diese Verbindung von Modedesign und Biotechnologie ist die Kleidung von RobeCode etwas ganz Besonderes geworden. Und bei allem Selbstbewusstsein von Ute Binder: „Ob ich mich das ganz allein getraut hätte, das weiß ich nicht.“

Die Website des Unternehmens RobeCode

Das Programm „Startfinanzierung 80“ der L-Bank

Ein Film auf Youtube zum Unternehmen und zur Gründerförderung der L-Bank

Foto: Wagenhan / L-Bank

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