Teures Klima für Hauseigentümer

heizkoerper

Man ist als Journalist gewillt und natürlich auch gehalten, sich beim Schreiben an den Fakten zu orientieren. Doch macht mir manchmal der Zusammenprall von alltagsrelevanter Information mit höherer Mathematik ganz schön zu schaffen. So zeigt ein Blick auf die Statistik, dass der Heizölverbrauch der privaten Haushalte in den letzten 20 Jahren sehr ordentlich runtergegangen ist. Doch wie viel genau, will der kritische Journalist (also ich) wissen, und bekommt die Antwort: 1997 wurden noch 1013 Petajoule Heizöl verbraucht, 2018 nur noch 418. Auf die Frage, was denn nun ein Petajoule sei, antwortet der Statistiker ob meiner unglaublichen Inkompetenz gereizt: “Na, 1.000 Terajoule natürlich!” Ach ja, jetzt weiß ich Bescheid oder auch nicht, aber egal, lassen wir es dabei bewenden, dass sich der Heizölverbrauch im Zeitraum von 21 Jahren (soviel Genauigkeit muss sein) um mehr als die Hälfte gesenkt hat.

Das ist aus Sicht des Klimaschutzes natürlich gut, aber, so meint die Bundesregierung, könnte es noch besser werden. Und so kommen auf die Hauseigentümer, die immer noch auf Heizöl setzen, teure Zeiten zu. Für einen jährlichen Verbrauch von 2.000 Heizöl summieren sich die Zuschläge auf 1.200 Euro, Tendenz: weiter steigend. Die gute Nachricht: Der Umstieg wird durch eine Austauschprämie, eine verbesserte BAFA- und KfW-Förderung sowie durch eine steuerliche Absetzbarkeit von energetischen Anlagen finanziell unterstützt.

Meine Meinung dazu:

Natürlich wird es einige geben, die eine soziale Härte in den Zuschlägen sehen. Jedoch gibt es seit unzähligen Jahren Fördermittel für den Umstieg auf erneuerbare Energien. Wer diese freundlichen Anreize bisher nicht genutzt hat, braucht wohl auch den finanziellen Druck, um zur regenerativen Einsicht zu kommen.

Im Beitrag “Klimapaket: das ändert sich für Hauseigentümer” haben die Autoren von sonnenseite.com die wesentlichen Fakten ausführlich dargelegt.

Ihr

Martin Buttenmüller

Foto: @ Stephan Poost  / pixelio.de

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