Spielplatz Bildungspolitik

Gründer lassen sich in Berlin auf vielfältige Weise fördern

FAZ: Für das Akteure im Bildungswesen wird es wohl am besten sein, wenn die CDU am längeren Hebel sitzt. Denn sie ist die einzige Partei, die sich in der Bildungspolitik im Wesentlichen ein „Weiter so“ verordnet hat. Alle anderen haben wieder Reformen im Sinn, z.B. die Förderschulen ganz abschaffen (Grüne) bzw. sie im Gegenteil stärken (FDP), das Bafög grundsätzlich auf 1.050 Euro steigen lassen (die Linke) oder es leistungsorientiert gestalten (FDP), die Universitäten verstärkt den Nichtakademiker-Kindern öffnen (SPD und Grüne) oder ganz im Gegenteil die berufliche Bildung stärken und den Zugang zu den Universitäten erschweren (AfD). Ansonsten erschallt in einem heterogenen Chor das ewige Lied von aktionistischen Einzelmaßnahmen wie die Einführung von Bildungsgutscheinen, mehr Digitalisierung, mehr Wettbewerb zwischen Bildungseinrichtungen und überhaupt mehr Geld für die Bildung. Und natürlich will man auch einiges abschaffen: das Deutschland-Stipendium, den Föderalismus im Bildungsbereich bis hin zur Bologna-Reform und die Wiedereinführung des guten alten Diploms.

Kommentar: Erstaunlich, dass man bei einer Bundestagswahl so viel über Bildungsreformen liest, wo dies doch eigentlich Ländersache ist. Kein anderer Bereich ist so sehr ein Spielplatz der Ideologien, nur dass es für die Kinder und Jugendlichen, vor allem aber auch für die Lehrer kein Spielplatz, sondern bitterer ernst ist.

Die FAZ hat auf ihrer Website die wesentlichen Punkte der Wahlprogramme der wichtigsten Parteien zusammen getragen

Foto: Fotolia – ensanefoto

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