Polemik gegen die EEG-Umlage

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FAZ/WELT: Im Jahr 2017 wurden über 36 Prozent des Stroms durch Ökostrom-Erzeuger bereitgestellt. Folgerichtig erreichten die Einnahmen von Betreibern von Windkraft-, Biogas- und Photovoltaikanlagen und anderen Erzeugern von erneuerbaren Energien mit 26 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert. Finanziert wird dies über die EEG-Umlage auf der Stromrechnung. Diese erlöste 26 Milliarden Euro, während der Stromverkauf an der Börse nur 1,4 Milliarden Euro brachte.

Das Umlageverfahren ist seit der Einführung ein Reizthema, weil durch zahlreiche Ausnahmeregelungen für Unternehmen vor allem die Verbraucher die Zeche für die Energiewende bezahlen. Diese wirkliche oder gefühlte Ungerechtigkeit nutzen vor allem konservative Medien, um Front gegen die Energiewende zu machen. Ein Beispiel ist der Beitrag “Energiewende kostet die Bürger 520.000.000.000 Euro – erstmal” der Tageszeitung WELT. Der größte “Batzen” der Kosten sei die EEG-Umlage. Die FAZ macht es etwas subtiler und titelt”Ökostrom-Erzeuger kassieren 26 Milliarden Euro”. Das Wort “kassieren” soll wohl das innere Bild eines grinsenden EEG-Profiteurs hervorrufen, der die Stromverbraucher – den brühmten kleinen Mann – übers Ohr gehauen hat.

Kommentar:

Der Nutzen der Energiewende erschöpft sich ja nicht in ökologischen Aspekten allein. Immer mehr geht es auch um die Versorgungssicherheit. Jedes Windkraftwerk und jede Biogasanlage macht uns unabhängiger von Öllieferungen aus dem Nahen Osten und von Gaslieferungen aus Russland. Wer alle Kosten und den Gesamtnutzen der Energiewende gegeneinander abwägt, wird feststellen, dass erneuerbare Energien ohne Alternative sind.

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