Kommt die Kapitalmarktunion?

Kapitalmarkt

FAZ: Sie finden in Deutschland niemand, der Ihr Unternehmen, Ihre Gründung oder ein einzelnes Projekt fördert? Kein Problem, schauen Sie doch mal im Ausland nach einem Finanzierungspartner. Das allerdings ist für die meisten Unternehmen des Mittelstands noch Zukunftsmusik, doch erste Schritte in Richtung Kapitalmarktunion zeichneten sich bei der Präsentation der EU-Kommission am 28.1.2015 ab. Die EU-Kommission strebt den verstärkten Zugang des Mittelstandes zum Kapitalmarkt an. Ein Vergleich in die USA zeigt, was möglich ist. Dort sind nur 20 Prozent der Investitionen von Unternehmen über Banken finanziert, 80 Prozent über den Kapitalmarkt. In Europa ist es genau umgekehrt. Not tut ein einheitlicher Kapitalmarkt, sprich: die Kapitalmarktunion.

Der zuständige EU-Kommissar Jonathan Hill erläuterte seine Vorstellungen: Bis Mitte Februar will er ein “Grünbuch” mit Ideen vorstellen, zu dem alle Beteiligten ihren Kommentar abgeben können. Daraus soll bis September 2015 ein Fahrplan für Gesetzesvorschläge entwickelt und diese bis 2019 von allen Regierungen verabschiedet werden. Mögliche Themen sind bessere Rahmenbedingungen für Kreditverbriefungen und Erleichterungen für mittelständische Unternehmen, die Anteile an der Börse platzieren möchten.

Der Beitrag “EU will Mittelstand neue Finanzierungsquellen eröffnen” erschien in der FAZ vom 29. Januar 2015, Wirtschaftsteil, Seite 18.

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