Familiensplitting: es fehlt der Wille

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Tagesschau: Ein Thema, das im Wahlkampf eigenartigerweise kaum eine Rolle spielt, ist das Ehegattensplitting, das seit 1953 fast unverändert besteht. Es erlaubt verheirateten Paaren, die Einkommen gleichmäßig auf beide Personen zu verteilen und damit unter Umständen der Steuerprogression zu entkommen. Fast 22 Milliarden Euro jährlich entgehen dem Fiskus dadurch, und das jedes Jahr. Gerechter finden viele ein Familiensplitting, wie es zum Beispiel in Frankreich existiert. Dort werden die Einkommen auf Partner und Kinder aufgeteilt. Entsprechend zahlen Familien weniger Steuern als kinderlose Paare. Die Tagesschau erläutert das System des Familiensplittings im Einzelnen.

Kommentar: Auch hier gilt das alte Prinzip, nach dem eine einmal gewährte Subvention nicht mehr zurückgenommen werden kann. Wollte man die Steuern kostenneutral gerechter gestalten, müssten kinderlose Paare mehr Steuern bezahlen, damit kinderreiche Familien entlastet würden. Das trauen sich die Politiker aber nicht. Und mehr Geld auszugeben, um zusätzlich kinderreiche Familien zu entlasten? Dafür fehlt offensichtlich der politische Wille.

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Foto: Fotolia – IMG

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