EEG wird 20 – das hat Folgen

Windsack

Wirtschaftswoche / DIE WELT: Wer wissen will, seit wann es das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) gibt, sollte die Pioniere der Windkraft fragen. Denn für sie kommt schon ab 2020 das Förderaus, schon im ersten Jahr fallen 5.700 Windkraftanlagen mit einer Leistung von 4.500 Megawatt aus der Förderung heraus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Berliner Fachberatungsunternehmens Energy Brainpool. Bis 2023 sollen es nach Angaben des Bundesverbandes Windenergie 14.000 Megawatt sein. Wie viele davon wirklich entfallen, hängt von der Höhe des Strompreises ab. Da ältere Anlagen wartungs- und reparaturintensiv sind und gleichzeitig der Wirkungsgrad geringer als bei jüngeren Anlagen ist, dürfte der Wegfall der Förderung für viele das Aus bedeuten. In der Planung ist ein Ausbau der Windenergie an Land um 2.300 Megawatt pro Jahr vorgesehen. Dadurch, so die Analysten, kann es sein, dass durch den Wegfall alter Anlagen die geförderte Strommenge durch Windkraftanlagen sinkt.

Kommentar: 

Alte Anlagen können technisch höherwertigen Platz machen, das ist der sinnvolle Lauf der Industriegeschichte. Der Effizienzgewinn wird durch die Vergabe der Subventionen per Auktion offen gelegt: Die Einspeisevergütung betrug im ersten Halbjahr 2017 statt der vorher festgelegten 8 Cent nur noch 5,25 bis 5,78 Cent pro Kilowattstunde. Der Staat spart also Geld und die Windkraftanlagen können dennoch profitabel arbeiten. Und die alten Anlagen? Sie können eine stabilisierende Wirkung auf den Strompreis haben: Je mehr neue Anlagen gebaut werden und Strom produzieren, desto niedriger wird der Strompreis auf Grund des höheren Angebots werden. Der niedrigere Strompreis wird die Betreiber von älteren und nicht mehr geförderten Anlagen nach und nach zum Aufgeben zwingen, was den Strompreis stabilisieren wird. Das erinnert ein bisschen an Marktwirtschaft. Ein bisschen nur, aber immerhin.

Lesen Sie hier den vollständigen Beitrag auf der Website der Zeitschrift Wirtschaftswoche

Ein Beitrag in der Tageszeitung DIE WELT über das Auktionsverfahren von Windkraftanlagen im ersten Halbjahr 2017

Foto: @ Fotolia – Energiepx

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