Diesel: keine Konsequenzen, nirgends

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Spiegel Online: Das Image der Dieseltechnologie ist durch den Betrug der Autobauer angeschlagen. Hätte sich Maria Krautzberger, die Chefin des Umweltbundesamtes, durchgesetzt, wäre dies vielleicht der Knockout für alle Dieselfreunde gewesen. Krautzberger hatte am Wochenende gefordert, die Steuersubventionierung von Dieselfahrzeugen, deren Halter 18,4 Cent pro Liter weniger als Benzinfahrzeuge bezahlen müssen, auf den Prüfstand zu stellen. Doch entscheidet sich die Bundesregierung dafür, die Steuerförderung beizubehalten. Ein Sprecher des Bundesfinanzministerium wies darauf hin, dass Halter von Fahrzeugen mit Selbstzünder – wozu auch die Dieselfahrzeuge gehören – mit einer höheren Kraftfahrzeugsteuer belastet seien.

Kommentar: Die Bundesregierung weigert sich einfach, Konsequenzen aus dem Diesel-Skandal zu ziehen. So will man wohl kurz vor der Wahl nicht riskieren, dass der Dieselkraftstoff an den Zapfsäulen teurer wird. Auch der Vorschlag von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, den Automobilbauern eine E-Auto-Quote vorzuschreiben, wurde abgelehnt. So wird eine große Chance, die Automobilbauer zur  Neuausrichtung ihres Geschäfts auf die zukunftsträchtige Elektromobilität zu zwingen, vertan.

Hier geht es zum Beitrag von Spiegel Online

Kommentar II: Und wieder zeigt sich, dass man die Lern- und Wendefähigkeit der Bundeskanzlerin nicht unterschätzen sollte. Per Interview in der Super-Illu hat sie dem Verbrennungsmotor das baldige Aus prophezeiht. Wie man sie kennt, ist diese Äußerung nicht zufällig gefallen und gibt wohl die Richtung der zukünftigen Politik vor.

Auf Spiegel Online wird das Interview der Bundeskanzlerin besprochen

Kommentar III: Die FAZ grübelt derweil darüber nach, wie es denn wäre, wenn plötzlich alle Autofahrer auf E-Autos umstiegen. Das Netz, orakeln die Autoren, wäre dem Ansturm nicht gewachsen, alles würde zusammenbrechen. Ein Lesefest für notorische Bedenkenträger.

Hier geht es zum Beitrag auf der Website der FAZ

Kommentar IV: Und schon rudern sie alle zurück, Merkel, Schulz, Seehofer: Der Diesel, er sei unverzichtbar, jedenfalls für die nächsten Jahre.

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