Das nächste große Ding heißt Wasserstoff

2018-03-22-MB-GLC-F-CELL-H2

Wasserstoff ist das große Ding der Zukunft, glauben viele. Er verbrennt nicht nur sauber, sondern kann auch als Energiespeicher genutzt werden. Dazu wandelt man Windkraft und Sonnenenergie in Wasserstoff um und hat damit eine attraktive Alternative zu Batterien. Dieser „grüne Wasserstoff“ sei das Erdöl von Morgen, liest man auf der Website des Bundesforschungsministeriums. Oder man gewinnt sogenannten „blauen Wasserstoff“ aus Gas, was das Bundeswirtschaftsministerium ausdrücklich in seine Überlegungen mit einbezieht, auch wenn dieses Verfahren CO2 freisetzt.

Alle Ideen sollen noch in diesem Jahr in die „Nationale Wasserstoffstrategie“ eingehen und Deutschland zu einer führenden Energienation machen. Dabei will Baden-Württemberg Vorreiter sein. Landesumweltminister Franz Untersteller (Grüne) sieht insbesondere bei Zügen, Bussen, Transportern und im LKW-Verkehr gute Einsatzmöglichkeiten: „Mit Wasserstoff als Energieträger lassen sich nicht nur die Fahrzeuge schneller auftanken, sondern auch noch höhere Reichweiten erzielen.” Entsprechend wird heftig gefördert: Allein das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erhält für die Wasserstoff-Forschung 24,3 Millionen Euro. Auch an die Universitäten in Ulm, Freiburg und Stuttgart fließen große Summen. „In den vergangenen fünf Jahren verteilte kein anderes Bundesland mehr Bundesgelder zur Erforschung dieser Technik“ bilanziert denn auch die FAZ. Ein Pionier in Sachen Wasserstoff ist der Daimler-Konzern, der bereits Anfang der 90er Jahre seinen ersten mit Wasserstoff betriebenen Transporter präsentierte.

Handelsblatt: “Hinter dem Wasserstoff-Thema verbirgt sich die größte Gelddruckmaschinerie“

In einem sehr ausführlichen Interview diskutieren Max-Planck-Institutsdirektor Robert Schlögl und Forschungsministerin Anja Karliczek auf der Website des Handelsblattes, wie eine Nationale Wasserstoffstrategie aussehen könnte und wie Deutschland im Verhältnis zu Wettbewerbern aufgestellt ist.

Hier die Überlegungen des Bundesforschungsministeriums zum Thema Wasserstoff

Die Bundesforschungsministerin plädiert für den grünen Wasserstoff als “Erdöl der Zukunft”.

Franz Untersteller überreicht einen Förderbescheid des Landes Baden-Württemberg

Der Energate-Messenger berichtet über die Übergabe eines baden-württembergischen Förderbescheides an das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung (ZSW) und das Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE.

Der Beitrag der FAZ mit dem Thema „Baden-Württemberg im Wasserstoff-Fieber“

Die FAZ beschreibt darin die Einsamkeit des Daimler-Konzerns, der schon seit den 90er Jahren am Thema Wasserstoff forscht, dabei allerdings europaweit ziemlich alleine gelassen wurde.

Der Beitrag der Neuen Zuricher Zeitung mit dem Beitrag “Wasserstoffantrieb im Kommen”

Hier werden vor allem die grundlegenden technischen und ökonomischen Fragestellungen erörtert.

Das Foto zeigt einen Mercedes-Benz GLC F-CELL, der Wasserstoff tankt. Foto: @ Daimler.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>