Corona-Geld: Woher kommt es? Und wer kriegt es?

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Die Bundesregierung versucht derzeit, die Krise mit Geld zu ersticken: Wer nicht bei drei auf dem Baum ist, hat schon einen Zuschuss oder mindestens einen Liquiditätskredit an der Backe. Die ZEIT fragt, woher das Geld eigentlich kommt und wohin es geht.

Woher es kommt, ist relativ einfach zu erklären. Es sind Schulden. Der Staat gibt Papiere aus, die Investoren kaufen. Staatsanleihen nennt man das. Natürlich wollen die Leute, die dem Staat auf diese Weise Geld leihen, auch Zinsen haben. Die sind derzeit jedoch so gering, dass sie fast vernachlässigbar sind. Aber die Schulden bleiben natürlich, und irgendjemand wird sie in Zukunft zurückzahlen müssen. Aber das ist später, seit der Corona-Krise gibt es weder Zukunft noch Vergangenheit, nur noch Gegenwart.

Noch einfacher ist die Frage zu beantworten, wohin das Geld geht. Es sind die Unternehmen, die es bekommen. Sie kriegen zunächst eine Soforthilfe in Form eines Zuschusses. Weit kommt man damit nicht, aber immerhin beruhigt es die Nerven, wenn einfach mal ein Betrag auf dem Konto ist. Und es kriegen nicht nur die großen Unternehmen, sondern auch die kleinen bis hin zu den Soloselbstständigen. Ansonsten vergibt der Staat über die KfW und die Förderinstitute der Länder unbürokratisch Kredite, mit der die Unternehmen vor der Insolvenz bewahrt werden müssen. Obendrauf dann noch Steuerstundungen, damit keine Liquidität abfließt. Und auch das Kurzarbeitergeld wird großzügig geregelt, damit möglichst wenige Arbeitnehmer entlassen werden. Für die eine gute Sache. Aber auch für die Unternehmen, die so gut wie keine Lohnkosten mehr haben, die Arbeitnehmer aber jederzeit aktivieren können, sobald es wieder aufwärts geht.

Nicht alle Länder können sich diese Vorgehensweise leisten. Italien ist bereits hoch verschuldet, viele andere Länder auch. Andere Länder wie die USA überlegen, einfach allen Leuten einen Scheck zu schicken – so etwas wie ein bedingungsloses Grundeinkommen auf Zeit.

Der Beitrag in der ZEIT erklärt den Wettbewerb der Konzepte und was jeweils die Vor- und Nachteile sind.

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