Chorverband klagt auf Zahlung von Fördermitteln

children chorus

Es ist für alle Empfänger von Fördermitteln immer eine schwierige Sache: Wenn man das Geld für den eigentlichen Förderzweck nicht ausgeben kann, muss man es zurückgeben bzw. zugesagte Förderungen verfallen lassen. Dabei gäbe es doch so viele andere sinnvolle Verwendungen für das schöne Geld, und mancher wird schwach. So wohl geschehen beim Deutschen Chorverband (DCV), der vom Förderprogramm “Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung” 1,2 Millionen Euro bewilligt und etwa die Hälfte auch ausgezahlt bekam. Das Geld sollte für Singprojekte mit bildungsbenachteiligten Kindern verwendet werden. Schon seit Juli 2014 ruhen aber die Zahlungen, weil die Anträge nach Angaben des Bundesbildungsministeriums wesentliche Mängel enthalten. So ginge aus ihnen nicht einmal die Anzahl der an den Projekten beteiligten Kinder hervor. Henning Scherf, Präsident des Deutschen Chorverbands, reicht nun Klage ein und spricht vom “”sturen Abhaken von Förderkriterien”. Das Ministerium wehrt sich: der Verband habe seine Maßnahmen so ausgerichtet, dass die Gelder ganz allgemein für Kinder und Jugendliche ausgegeben werden sollten. Ein Bemühen, bildungsbenachteiligte Kinder zu erreichen, sei nicht zu erkennen. “Es werden einfach Kinder gefördert” zitiert der Bayerische Rundfunk Kornelia Haugg vom Bildungsministerium. “Das ist gut und schön, aber nicht das Ziel des Programms.” Der Verband wiederum kontert, dass zum Start des Programms keine konkreten Kriterien für die Vergabe vorgelegen hätten.

Aus diesem Grund sollen nun nicht nur die restlichen Fördergelder nur dann ausgezahlt werden, wenn sie den Förderrichtlinien entsprechen. Das Ministerium fordert auch 300.000 Euro Verwaltungskosten, die sich der Chorverband hat erstatten lassen, zurück. “Es werden einfach Kinder gefördert” zitiert der Bayerische Rundfunk Kornelia Haugg vom Bildungsministerium. “Das ist gut und schön, aber nicht das Ziel des Programms.” Der Verband wiederum kontert, das zum Start des Programms keine konkreten Kritierien für die Vergabe vorgelegen hätten.

Wie auch immer die Sache ausgeht: für den Verband ist die Angelegenheit ein immenser Imageverlust. 

Hier ein Beitrag des Bayerischen Rundfunks zu dem Thema 

Hier geht es zur Website des Deutschen Chorverbandes

Auch Landesregierungen haben ihre Not mit den Förderrichtlinien…

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