Bunte: Flucht aus dem Märchenland

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Ein bisschen sehen sie schon aus wie Barbie und Ken, wenn sie so elegant und gutaussehend über die roten Teppiche dieser Welt stolzieren. Doch jetzt haben sie keine Lust mehr darauf: Prinz Harry und Prinzessin Meghan haben verkündet, dass sie irgendwie zwar noch dem Königshaus zur Verfügung stehen wollen, aber eigentlich doch nicht mehr, und ganz überhaupt wollen sie ab sofort bald in den USA leben. Es geht eben nichts über gute Kommunikation, gell? Als gewöhnlich gut unterrichteter Journalist tue ich wie viele andere so, als hätte mich das nicht überrascht. Tat es aber doch, denn, mal ganz ehrlich, wer hätte nicht schon mal davon geträumt, Prinz oder Prinzessin oder “Prinz mwd”, wie das heute eigentlich korrekt heißen müsste, zu sein. Klingt ja auch erst mal verlockend: Am Morgen bei Häppchen ein Museum einweihen, am Abend eine Flasche Sekt auf ein Schlachtschiff werfen, um es zu taufen, und dazwischen hat man frei. Ist doch super! Leider nützt der beste Job nichts, wenn die Kollegen ätzend sind. Bei den beiden sind das der ewige Thronfolger Charles und seine noch ewigere Mutter und Dauerkönigin Elisabeth, die, das muss man zugeben, nicht unbedingt die puren Spaßvögel sind. Und ob man einen dauergutgelaunten Bruder inklusive dauersympathischer Frau zusammen mit ihren dauersüßen  Bälgern mögen muss, lasse ich mal dahingestellt sein. Vermutlich löst jedes Familienevent bei Harry und Meghan Brechreiz aus. Soweit kann man also die Flucht aus dem Märchenland verstehen. Doch dann muss man auch ein bisschen über Geld reden.

Denn das Königshaus wird zu großen Teilen mit Steuergeldern finanziert. Geld, mit dem u.a. Henrys erstklassige Ausbildung bezahlt wurde. Auch finanziert sich der Lebensunterhalt des Paares wesentlich durch Zahlungen des Königshauses (und damit wiederum durch den britischen Steuerzahler). Wie wird das sein? Fließen die Millionen trotz Arbeitsverweigerung weiter? Ich recherchiere bei der möglicherweise besser als ich informierten Zeitschrift “BUNTE”. Sie berichtet, dass es Drohungen des Königshauses gegeben habe, die Zahlungen einzustellen, sollte sich das Paar wie angekündigt vom königlichen Acker machen. Nun muss man solche Überreaktionen nicht besonders ernst nehmen, es erinnert einen an die väterliche Ansprache in meiner Jugend, dass, solange man die Füße unter seinen Tisch…, ja, ich kann mir den Rest schenken, wir verstehen uns auch so. Und wenn Kinder ausziehen, ist das für die Erziehungsberechtigten keine leichte Sache, da kann es schon mal zu unbedachten Worten kommen. Dennoch, und das weiß natürlich auch die BUNTE als Qualitätsblatt für Klatsch und Tratsch, lösen solche scharfen Äußerungen auch entsprechende Reaktionen aus. Man fürchte, so die BUNTE, dass die beiden beim Versuch, sich ihr eigenes Geld zu verdienen, peinlich werden könnten. Da kann man natürlich nur spekulieren, was das sein könnte. Meghan bei “Bauer sucht Prinzessin”? Harry im Dschungelcamp? Das wäre doch recht unterhaltsam.

Tatsächlich sind wir vermutlich Zeugnis eines Loslösungsprozesses, wie er in vielen Familien der Welt stattfindet. Die Schwiegertochter mag die Familie ihres Mannes nicht, deshalb ziehen sie möglichst weit weg, um die Anzahl der Besuche auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Oder auch der Sohn, also Henry, der zwischen allen Stühlen sitzt und schließlich das tut, was seine Frau ihm einflüstert. Vermutlich telefoniert er nur noch heimlich mit seinem Vater und seiner Großmutter (“Pst, ich kann nicht laut telefonieren, Meghan schläft noch, aber man weiß ja nie”). Nun, wie wird es weitergehen? Sie werden sich vermutlich zusammenraufen. Adel schlägt sich, Adel verträgt sich. Bunte wird berichten. Bestimmt.

Hier sind die knallhart recherchierten Berichte der BUNTEN

Auch der Spiegel widmet sich dem Thema im Beitrag “Nicht die erste Kriegserklärung an die Queen”

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