“Die Mühe und den Aufwand ist es auf jeden Fall wert!”

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Seit Herbst 2014 bietet der Bundesverband Kapital für den Mittelstand e. V. (BKM) zusammen mit der Hochschule Kaiserslautern in zwei Semestern die Ausbildung „Zertifizierte(r) Fördermittelberater(in) (FH)“ an (www.foerdermittel.de). Da jetzt die Einschreibung für die Ausbildung 2015/2016 läuft und viele Berater eine Anmeldung erwägen, fragte FörderMag vier Absolventen des Jahrgangs 2014/2015, wie das Studium gelaufen ist und ob sich ihre Erwartungen erfüllt haben.

 

FörderMag: Warum haben Sie sich für eine Ausbildung zum Fördermittelberater entschieden? Was haben Sie sich davon erhofft?

Petra Grandl: Mein Mann ist Handwerker. Gerade das Handwerk, das sein Geld mit viel Handarbeit verdient, hat es verdient, über mögliche Fördermittel bei Investitionen informiert zu werden. So fiel mein Entschluss für dieses Studium, aber auch für das Handwerk.

Janine Haberland: Ich wollte mein Wissen im Bereich “Fördermittel” erweitern, um meine Mandanten auch hier qualifiziert beraten zu können.

Andreas Herzog: Das Thema Fördermittel ist in der Gründungsberatung allgegenwärtig. Natürlich kannte ich mich auf dem Trampelpfad Beratungsförderung und KfW-Startgeld aus, dachte aber, dass da noch mehr geht. Ebenso motiviert hat mich die Kombination der Initiatoren von Herrn Wandt als Praktiker und der Hochschule Kaiserslautern als zertifiziertem Qualitätsstandard der Ausbildung.

Lasse-Erik Gieseler: Meine Motivation hat darin bestanden, meine bereits bestehenden Praxiserfahrungen auf intensivere Hintergrundkenntnisse zu stellen. Um somit auch eine Aufwertung meiner Kenntnisse nach außen darstellen zu können. Ein wenig vielleicht auch eine Abgrenzung zu anderen Fördermittelberatern.

 

FörderMag: Wer Zeit und Geld in eine solche Ausbildung investiert, hat natürlich auch gewisse Erwartungen. Haben die sich erfüllt?

Petra Grandl: Meine Erwartung war ein praxisnahes Studium, nicht zu viel Theorie. Dafür gibt es von mir die Note 1.

Janine Haberland: Ich hatte keine spezifischen Erwartungen. Der Anspruch an Wissensvermittlung wurde erfüllt. Wichtig war mir, dass auf alle Wünsche bzw. Fragen eingegangen wurde.

Andreas Herzog: Meine Erwartungen waren, das System Fördermittel besser verstehen zu können. Diese Erwartung wurde mehr als erfüllt. Ich kann mein Dienstleistungsspektrum nun ein ganzes Stück in Richtung Fördermittel und Finanzierung erweitern.

Lasse-Erik Gieseler: Meine Erwartungen waren am Anfang des Studium andere als zum Ende des Studiums. Am Anfang habe ich gedacht, ich will viele praktische Beispiele sehen, um eine Routine/Sicherheit zu erlangen. Im Laufe des Studiums konnte ich lernen und erfahren, dass die theoretische Vermittlung der Kenntnisse, Prozesse und Strukturierungen viel nachhaltiger sind. Von daher wurden meine veränderten Erwartungen voll erfüllt.

 

FörderMag: Gab es auch Überraschungen im Verlauf des Studiums?

Petra Grandl: Was mich wirklich überrascht hat: Neben der Firma und meiner Familie mit zwei Kindern war das Studium in Teilzeit gut zu organisieren. Und auch überrascht war ich , dass alle nur mit Wasser kochen und auch ich mit meinen Vorkenntnissen gut mithalten konnte.

Janine Haberland: Auch mir ist es leichter gefallen als erwartet. Ich hatte großen Respekt vor den Prüfungen.

Andreas Herzog: Überrascht hat mich die Erkenntnis, dass man durch die Kombination von verschiedenen Förderprogrammen sehr komplexe Finanzierungen mit einem vertretbarem Eigenkapital realisieren können. Viele Gründer werfen die Flinte hier ins Korn, weil sie nicht wissen, wie sie ihr Vorhaben finanzieren können.

Lasse-Erik Gieseler: Überrascht war ich vor allem, wie anstrengend zwei Semester im Alter von 45 Jahren und einem Vollzeitberuf sein können.

 

FörderMag: Die Ausbildung ist ja nun erst seit wenigen Tagen vorbei. Konnten Sie trotzdem schon profitieren?

Petra Grandl: Ich bin jetzt in der Lage, eine Fördermittelrecherche durchzuführen, auch mit angebotener Hilfe der gewonnenen persönlichen Kontakte während des Studiums. 

Janine Haberland: Auch ich konnte schon profitieren. Mein Horizont hat sich absolut erweitert und ich habe Lust bekommen- auf MEHR! Nach der vielen Theorie ist nun entscheidend, in der Praxis zu lernen.

Andreas Herzog: Was meinen Wissenszuwachs angeht, konnte ich bereits profitieren. Mögliche Aufträge befinden sich noch in der Akquisephase. Auch die Nachbereitung des Studiums, um gute Analyse- und Auswertungstools zu haben, wird noch Zeit in Anspruch nehmen.

Lasse-Erik Gieseler: Ich konnte deutlich spürbar von dem Studium profitieren. Insbesondere bei Gesprächen mit Kreditinstituten oder auch in Akquisitionsgesprächen ist es immer ein Pluspunkt. Außerdem habe ich verdammt viel gelernt, im Nachgang war es die Mühe und den Aufwand auf jeden Fall wert.

 

FörderMag: Vielen Dank an alle für das aussagekräftige Interview!

 

Zur Ausbildung zum Fördermittelberater

Seit Herbst 2014 bietet der Bundesverband Kapital für den Mittelstand e. V. (BKM) zusammen mit der Hochschule Kaiserslautern eine Ausbildung zum Fördermittelberater an. Der Zertifikatsstudiengang „Zertifizierte(r) Fördermittelberater(in) (FH)“ bietet Personen aus dem Bereich der Unternehmensfinanzierung eine ausreichende Qualifizierung, die eine operative, taktische und strategische Umsetzung im Bereich der Unternehmensfinanzierung ermöglicht. Damit geht der Zertifikatsstudiengang über alle anderen Schulungsangebote im Bereich der Fördermittel weit hinaus und ist die einzige Hochschulausbildung in Deutschland zu diesem Thema.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme unter www.foerdermittel.de.

 

Über die Interviewpartner (auf den Namen klicken)

Petra Grandl

Janine Haberland

Andreas Herzog

Lasse-Erik Gieseler

 

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